Thailand, Laos, Myanmar

Die Fahrt ins Goldene Dreieck haben wir uns einfach vorgestellt und dachten, in einer Stunde sei das zu schaffen – es war natürlich nicht so.
Es fing schon damit an, dass uns kein Taxi abholen wollte (wir sind im Wanliya-Resort etwa 2km außerhalb von Mae Sai untergebracht und es ist nicht ganz leicht, von hier weg zu kommen). Der Fahrer, der uns gestern gefahren hat, hatte keine Lust mehr, weil wir ihn zu schlecht bezahlt haben. Schließlich kamen zwei Motorrad-Taxis, wir stiegen auf und ich sagte meinem Fahrer (er sprach kein englisch) „Bus Terminal“, wieder und wieder, er fuhr in die entgegengesetzte Richtung zur Grenze nach Myanmar. Irgendwann konnten wir uns verständigen (er hörte immer „Passport“ statt „Bus“) und wir drehten um.
Am Busbahnhof angekommen, stellten wir fest, dass keine Minibusse direkt ans goldene Dreieck fahren, sondern wir den normalen Bus mit größerem Umweg und Umsteigen nehmen müssten – nach kurzer Diskussion entschieden wir uns dafür und stiegen ein – es war lustigerweise derselbe Bus und -fahrer, der uns gestern nach Mae Sai gefahren hat. Wir fallen hier im Norden mit den beiden Kindern ziemlich auf und der Fahrer hat uns sofort wiedererkannt (jedenfalls schneller, als wir ihn). Nach einer Stunde stiegen wir in Mae Chan aus und standen da ziemlich verloren rum – doch nach 15 Minuten kam ein Bus, der uns nach Chang Saen brachte. Dort nahmen wir für die letzten 10km ein Tuk Tuk und schließlich waren wir am Ziel.


Das eigentliche Dreieck (die Flussmündung) ist – abgesehen von der beachtlichen Flussbreite – ziemlich unspektakulär, schön zu sehen ist, wie die beiden verschiedenfarbigen Flüsse nach der Vereinigung noch ihre jeweiligen Farben behalten.
Auf thailändischer Seite gibt es diverse Statuen, ein Tor, zwei Elefantenstatuen, einen großen Buddha auf einem Schiff (der leider eingerüstet war), in Myanmar und Laos je ein großes Casino mit Hotelkomplex und noch eine laotische Sonderwirtschaftszone. Nachdem wir viel rumgeknipst haben, sind wir in ein Longtail gestiegen, dass dann den Mekong rauf- und runterraste, erst rauf vor das burmesische Kasino, dann runter zu einer laotischen Insel. an der wir anlegten (Laos ist übrigens das erste sozialistische Land, dass ich betreten habe!). Wir gingen dort auf einen Markt, umzingelt und begleitet von zerlumpten, bettelnden Kindern. Marlene war davon sehr beeindruckt und wollte mit uns immer nur die „armen Kinder“ anschauen gehen. Wir haben eine laotische Bierdose geleert (schmeckt noch schlechter als Chang), ein paar T-Shirts gekauft und (die Großeltern dürfen sich freuen!) Postkarten von dort abgeschickt.
Dann ging’s wieder zurück zur Anlegestelle am thailändischen Ufer und wir gönnten uns ein Taxi zur Heimfahrt, dass uns in 30 Minuten ins Resort brachte.
Morgen früh gehen wir dann nach Myanmar, da unser Visum ausläuft und wir erneut einreisen müssen, danach fahren wir nach Phayao (3h Busfahrt) und übermorgen dann nach Chiang Mai (nochmal 3h), wo wir Koray und Carola treffen werden.

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