On the road again…

Direkt nach unserer Rückkehr nach Thailand suchten wir uns ein Songthaew, fuhren zu unserem Resort, holten dort das Gepäck und fuhren zum Busbahnhof weiter. Mit dem nächsten Bus gings nach Phayao und wir hatten Glück, der Bus war sehr komfortabel und wenig gefüllt. Im thailändischen Hinterland gab es noch drei Polizeikontrollen im Bus, sie wollten immer die Papiere der Burmesen sehen, eine Frau versteckte sich bei jeder Kontrolle im Hinterteil des Busses. Vom Bus aus riefen wir noch ein als gut beschriebenes Hotel an und reservierten uns ein Zimmer. Es erwies sich als eine Suite mit einem Doppel- und zwei Einzelbetten, geräumig und schön und gar nicht teuer – also blieben wir.
Phayao liegt an einem großen See und soll über eine recht lebendige Kulturszene verfügen – wir wollten zum See laufen und dort tanzende Shrimps essen, eine lokale Spezialität. Soweit kamen wir jedoch gar nicht, der Weg dorthin war gesäumt mit dutzenden Essensständen und Kirmes mit Riesenrad und Karussels. Wieder einmal probierten wir die verschiedensten Leckereien. Fruchtigste Salate mit Chili gewürzt, Sushi, Fischlein. Selbst Heuschrecken haben wir uns schmecken lassen- frisch und schön knusprig frittiert. Die günstige Gelegenheit Frösche, Kröten, Maden und Eidechsen zu essen, habe wir uns diese mal aber doch durch die entgehen lassen, obwohl die Gegend hier für diese Spezialitäten bekannt ist. Lieber nicht übertreiben. Marlenchen und Milan waren vom Rummel begeistert und konnten von den Karussels nicht genug kriegen. War ja auch das allererste Mal für Milan.


Nachts im Hotel wurde mir dann klar, wie mein ganz persönliches Inferno aussieht oder sich besser gesagt anhört. Es stellte sich heraus, dass über unserem tollen Zimmer Karaokeräume vermietet wurden. So wurden wir nächtens mit scheußlicher Musik beschallt, mit verschiedenen sich halb überlagernden Lieder aus dem endlosen Repertoire der thailändischen Popmusik, von komplett unmusikalischen Menschen falsch intoniert. Hölle, Hölle, Hölle.

Ein Gedanke zu „On the road again…

  1. Liebe Fa. Obando!!!
    Das mit der Karaokeplage tut mir sehr leid für euch. Ich hätte ein wunderbares Gegenmittel gegen diesen höllischen Lärm, wir nehmen gerade Werke von Paul Kletzki auf, ich denke das wäre das richtige um die Karaoke-Fans in die Hölle zu befördern.LG Alfredo

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