Ausflug in den Elefantenpark

Vor zwei Tagen haben wir unseren Ausflug in einen Elefantenpark gemacht. Wir sind zu Baan Chang Elephant Park gefahren, der Park ist sehr empfehlenswert. Wir hatten wirklich den Eindruck, dass die Tiere sehr gut behandelt werden, viele Mahuts und Elefantenpfleger dort ausgebildet werden und arbeiten.

Morgens wurden wir mit einem Minibus abgeholt und sind dann etwa eine Stunde aus Chiang Mai rausgefahren.
Als wir ankamen, haben wir alle erstmal „Arbeitsklamotten“ bekommen und sind dann nach einer kurzen Einweisung zu den Elefanten gegangen mit 3 großen Körben voller Bananen und Zuckerrohr. Im Park gibt es 20 Elefanten, jung und alt, die alle hungrig waren. Wir haben vorsichtig begonnen, die kleinen Elefanten zu füttern, Marlene und Koray waren schwer beeindruckt von den großen Tieren und sind ganz klein laut geworden. Nach kurzer Zeit haben wir uns auch an die großen Elefanten heran gewagt – ich musste aufpassen, dass nicht ein Rüssel meine Kamera greift und in den Rachen schiebt.
Sehr beeindruckend wie so ein Elefant sich ein Dutzend Bananen schnappt, ins Maul steckt und sofort mehr haben will! Elefanten müssen irre Mengen an Fressen vertilgen, sie verbringen 20 Stunden pro Tag damit, brauchen 200-300kg Futter, so ungefähr 250 000 Kilokalorien!
Gleichzeitig mit uns war ein Veterinär da, zusammen mit Studenten und Elefantenpflegern, die aufmerksam verfolgten, was der Arzt sagte und machte. Manche Tiere wurden geimpft, einer Elefantendame wurde Augensalbe verabreicht, was ganz schön grob aussah, da der Veterinär seinen ganzen Zeigefinger ins Elefantenauge steckte.
Nach dem Füttern erzählte uns unser Guide mehr über den Park und den Alltag mit den Elefanten und wir übten das Auf- und Absteigen, Reiten und Lenken – mit Kommandos auf thai. Vor ein paar Wochen waren wir ja schon auf Ko Lanta beim Elefantenreiten (Blog-Artikel) und thronten auf einer Bank, die dem Elefanten auf den Rücken geschnallt wurde. Diesmal ritten wir „bareback“, unser Guide Woody schimpfte auf die Bänke und meinte, dass sei für die Tiere schmerzhaft und würde auch zu Knochenbrüchen und Wirbelsäulenverletzungen führen.

Nachdem jeder von uns auf zwei verschiedenen Elefanten geübt hat, haben wir eine Mittagspause gemacht. Am Nachmittag sind wir dann richtig los geritten, alle Obandos auf einem Elefanten: zuerst Marlene und ich als Driver vorne und Anja mit Milan als Passenger hinten, nachher haben wir dann noch gewechselt. Unser Elefant war eine imposante Dame im besten Alter (44 Jahre) und hieß übersetzt Big Mama – genau so sah sie auch aus. Vor ein paar Jahren wurde sie zur drittschönsten Elefantendame Thailands gekürt!


Es war sehr aufregend auf den riesigen Tieren durch den Wald zu reiten, ab und zu haben die Elefanten mit Wasser gespritzt und uns geduscht, wir mussten unsere Beine schnell hoch nehmen, wenn wir nahe an Bäume vorbei gelaufen sind, da die Elefanten sich manchmal sehr heftig an den Bäumen kratzen, wenn es auf oder abwärts ging wurden wir ganz schön durchgeschüttelt. Oft blieben die Tiere einfach stehen, um mal schnell einen Baum das Grünzeug abzurupfen und es zu futtern – unsere Kommandos und Rufe, weiter zu gehen, haben sie nicht all zu sehr beeindruckt.
Viel zu schnell war der Ritt vorbei, am Ende sind wir mit den Elefanten in einem Teich baden gegangen, was die Tiere sehr genossen haben.
Es war ein sehr schöner Ausflug und eine tolle Erfahrung!

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